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White Power im Szeneviertel
Par Christoph Römer le 29 Juni 2005
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(7) Kommentare | Permalink
Zugegeben: Man könnte den folgenden Artikel leicht mit den Worten "was geht mich die Szene im Prenzlauer Berg an" abtun. Oder das Ganze a la Deutsche Justiz als "bedauerlichen Einzelfall" marginalisieren. Doch was in der (ost-)deutschen Provinz seit Jahren gang und gäbe ist, hält nun auch im vielfach als "links" apostrophierten weltoffenen Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg Einzug.
Wie indymedia berichtet, sind Menschen mit schwarzer Hautfarbe im beliebten Cafe "An einem Sonntag im August" nicht mehr erwünscht. Der Grund: Es sind zu viele Drogendealer dabei!
Aha! Dabei distanziert sich ein Sprecher des Cafes auch noch von den
naheliegenden Rassismusvorwürfen mit den Worten, "schwarze Studenten
mit klugen Augen, schwarze Touristen, ältere schwarze Menschen und
Schwarze mit Freundin" seien nicht betroffen.
Man höre und staune! Wenn nun ein Schwarzer das Problem hat, dass seine
Freundin gerade mal nicht da ist und er (dummerweise) keine "klugen
Augen" hat, wird ihm seine Hautfarbe zum Verhängnis. Man darf mal
gespannt sein, ob andere Kneipen nachziehen und wann die ganzen
"Zigeuner", Türken, Araber und andere Nicht-Teutsche draussen bleiben
müssen.
Schön, dass aktive Kreise direkt eine Demo angekündigt und zum Boykott
aufgerufen haben. Denn gerade in diesem sensiblen Bereich und an einem
solch geschichtsträchtigen Ort sollte man das "Wehret den Anfängen"
groß schreiben!
Und wer trinkt schon gerne seinen Kaffee bei Rassisten?
(Foto: Unlimited Entertainment)
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Kommentare
Kommentiert von: Inga Gunde | 30.06.2005 21:06:06
Tja, da merken wohl auch die so coolen Anarchos und Intellektuellen, dass multikulti gesäusel nichts bringt. Wir haben nun mal zu viele Niesnutzer in unser Land gelassen. Aber keine Angst, bald wimmelt es hier nur so davon, denn in Brüssel reissen sie auch noch den letzten Damm ein...
Kommentiert von: Christoph Römer | 30.06.2005 21:10:12
Das will ich doch hoffen! Denn die Nutzniesser der Einwanderung sind wir und nicht diejenigen, die Einwandern. Mit Provinzialismus kommt man nach meinen Dafürhalten nicht weiter als bis zum eigenen Jägerzaun ... und Multikulti halte ich für kein "Gesäusel" sondern für anstrebenswert. Siehe den Weltmarktführer U.S.A. oder auch Großbritannien, die Niederlande etc.
Kommentiert von: Christoph | 30.06.2005 21:18:29
Ich denke Inga hat irgendwo schon recht, denn in den USA wird fremden Drogendealern kräftig in den Arsch getreten. Hier bei uns scheinen die sich an den Bahnhöfen und vor den Schulen dauernd zu vermehren. Ich verstehe nicht warum, die nicht einfach nach Afrika zurück transportiert werden. Geht doch einfach oder ? Du Deutsch und Drogendealer = ab in den Bau, du Ausânder und Drogendealer = ab zurück dort wo du her kamst und dort in den Bau. Oder ?
Kommentiert von: Christoph Römer | 30.06.2005 21:28:16
Nun ja, die Zahl der Drogendelikte ist in Deutschland bekanntlich rückläufig. Insofern vermehren sich auch nicht die Drogendealer ... und vielfach ist es einfach so, dass auch Menschen anderer Hautfarbe in Deutschland geboren wurden. Sollen die dann auf einmal zurück in ein Land, in dem sie ggf. nie waren? Ich halte das für keine gute Lösung. Dann würden ja auch die typischen "Kowalskis" aus dem Ruhrgebiet bei einem Vergehen wieder nach Polen zurück müssen usw. usw.
Kommentiert von: Christoph | 30.06.2005 22:00:32
Nee, die gehen dann in den Bau wie die anderen Deutschen. Ich bin auch nicht 100% deutsch, aber ich trete immer für die Werte ein, die deutsch sind. Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, das es in Germanien immer mehr Leute gibt, denen ihr Land nicht viel bedeutet... es sei denn es ist gerade Fussball WM!
Kommentiert von: Christoph Römer | 30.06.2005 22:10:00
Was sind denn deutsche Werte? An den Ersten und Zweiten Weltkrieg darf man da nicht denken, oder?
Ich halte Werte für etwas universelles, unabhängig davon, ob Sie nun in Kamerun, Albanien oder Deutschland gelten. Und eine Identifikation mit einem Land kann ich auch nur bedingt nachvollziehen. Gewiss: Ich mag die Sprache und auch viele Regionen. Städte, Menschen. Das hat aber eher etwas mit Heimatgefühl zu tun und könnte ebensogut woanders sein ...
Kommentiert von: Helge | 01.07.2005 00:43:47
Eben, so ein universeller Wert ist die MENSCHENWÜRDE ! Sicherlich wird da auch wieder jemand sagen, die ist relativ; das glaube ich aber im Prinzip nicht: dass ein Mensch als Mensch behandelt wird; dass er so weit mit Respekt behandelt wird, dass er in dem von ihm selbst "frei" gewählten Sosein nicht verletzt wird (und seine Selbstachtung behalten kann)- was soll daran relativ sein? Wenn man da keine Drogendealer haben will, muss man sie als solche herausfiltern (wenn man von Gewaltenteilung ausgeht, ist vor allem Polizei zuständig) und NICHT, weil sie schwarz sind oder gelb oder "unerwünschte Fremdlinge".
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